Routine im Alltag

Jeden Tag stellen wir aufs neue fest, dass die Sonne morgens auf – und abends untergeht. Darin sehen viele Menschen eine Beständigkeit, die ihnen Sicherheit gibt. Diese Sicherheit ermöglicht es ihnen wiederum den Alltag zu bestehen. Was würde denn nun passieren, wenn es diese Sicherheit nicht mehr gebe?
In einer meiner Fortbildungen hörte ich mal von einem Kollegen eine, wie ich finde, sehr schöne Geschichte, die das Phänomen der Beständigkeit aufgrund von Erziehung und immer wiederkehrenden Mustern verdeutlicht.

„Vor langer Zeit wurde ein Elefantenbaby, kurz nachdem es die ersten Schritte gemacht hatte, in die Manage eines Zirkus gebracht. Dort wurde er dann von dem Dompteur an eine starke Kette gelegt. Diese sollte verhindern, dass der kleine Elefant die Manage ohne den Dompteur verlassen konnte. Über viele Monate hinweg lernte der Elefant nun, wie er im Kreis zu laufen habe. Am Anfang empfand der kleine Elefant noch sehr viel Freude daran, weil er immer wieder gelobt wurde, wenn er den Anweisungen des Dompteurs folgte. Aus Freude wurde irgendwann Gewohnheit. Und der Elefant lief immerzu in der Runde, selbst wenn es kein Lob mehr gab. Und dann kam der Tag, wo die Kette entfernt wurde und der Elefant zum ersten Mal Teil der Show werden sollte. Das Licht im Zirkus ging aus und der Spot wurde auf den Elefanten gerichtet. Alle Gäste sahen ihn nun an und der Elefant fing an seine Runden zu drehen.“

Ähnlich wie dem Elefanten geht es auch vielen Menschen. Über Jahre hinweg haben wir erfahren und gelernt was unsere „Aufgabe“ ist. Selbst wenn der Rahmen sich ändern würde, haben wir oftmals Angst auch nur einmal über den Tellerrand zu schauen. Das Bedürfnis nach innerer Sicherheit überwiegt gegenüber dem „kindlichen“ Entdeckerdrang. Einige Menschen haben sich diesen Drang bewahrt und werden in unserer Gesellschaft gerne belächelt. Doch was für Möglichkeiten würden sich auch nur im kleinen ergeben, wenn wir jeden Tag auch nur für 5 Minuten von unseren regulären Abläufen abweichen würden?

Das Leben ist Veränderung

Hallo,
gerne möchte ich diesen Blog nutzen, um mit Ihnen meine Gedanken zu Veränderungen zu diskutieren.
Veränderungen bestimmen unser tägliches Leben. Egal ob wir sie bewusst angehen, oder sie einfach geschehen lassen. Manchmal wird man jedoch auch von dem Gefühl geleitet in einer Endlosschleife zu sein. So ungefähr wie in dem Film „Und täglich grüsst das Murmeltier“. Kennen Sie dieses Gefühl oder diesen Zustand?
Wenn einem diese Schleife bewusst wird, fühlt sich dass dann – zumindest für mich – so an, als würde ich aus einer Art Koma erwachen und teilweise „fassungslos“ auf das schauen, was ich da gerade sehe oder erlebe. Wie oft haben wir den Gedanken oder das Gefühl, wie wäre es, wenn es einfach anders wäre? Wie könnte das dann aussehen? Habe ich überhaupt die Möglichkeit die Welt respektive meine Welt zu verändern?
Viele von uns haben sicher den Film „Club der toten Dichter“ gesehen. An einer Stelle stellt sich der Lehrer zu Veranschaulichung des Perspektivwechsels einfach auf einen Tisch.  So simpel dieser Moment auf uns auch wirkt, so weitreichend kann jedoch die dadurch angestossene „andere Sichtweise“ unser Leben verändern bzw. uns neuen Antrieb geben, wieder mal aktiv zu werden. Nicht länger im Strom der Gesellschaft einfach zu gleiten. Nicht länger zu meinen, wir wären in jeder Situation ohne Wahlmöglichkeit.
Wenn auch Sie sich für dieses Thema so sehr interessieren wie ich, freue ich mich Sie auch zukünftig auf meinem Blog begrüßen zu dürfen.