Was wünscht Du Dir?

2013- ein neues Jahr hat gerade seinen Anfang genommen. Ein neues Jahr voller Erlebnisse, Momente und Begegnungen. Ein Jahr, das Dich um viele Erfahrungen reicher werden lässt und Dir die Möglichkeit gibt, Dich weiterzuentwickeln.

Wenn Du nun auf die nächsten 12 Monate schaust,

  • was wünscht Du Dir?
  • Welchen Weg möchtest Du gehen?
  • Welchen Menschen möchtest Du begegnen?

In vielen Gesellschaften lebt die Tradition der guten Vorsätze. Oder zumindest der Vorsatz in den ersten 24 Stunden des neuen Jahres seinen „guten Vorsätzen“ zu folgen. Diese sind jedoch meist nicht die eigenen Wünsche, sondern unsere Vorstellungen der Ansprüchen der Gesellschaft zu entsprechen. Daher stelle ich die Frage anders und appelliere an Eure Herzenswünsche.

Mit der Jungfräulichkeit des neuen Jahres hat mir die Möglichkeit bewusst dorthin zu schauen und zu fühlen, was ich Ihr wirklich wollte. Losgelöst von den Erwartungen Eurer Umwelt und den Erwartungen der sozialen Verbindungen, in denen Ihr lebt.

Macht 2013 zu dem Jahr, in dem Ihr Eure Vorstellungen lebt und erlebt. Ich wünsche Euch dabei viel Freude und tolle Begegnungen.

Über das Tempo der Welt

Geht es Euch auch so, dass Ihr glaubt die Welt dreht sich immer schneller? Das die Taktung der Informatinen und Wahrnehmung stetig steigt?
Zumindest mir geht es so. Und ich frage mich, wie schnell es werden soll, bevor wir Menschen eingreifen.
Wenn man heute durch die Straßgeht, sieht man Menschen hetzen und rennen. Während sie mit ihrem Partner, ihrer Familie unterwegs sind, telefonieren sie oder sind auf einem anderen Kommunikationsportal mit anderen Menschen verbunden. Dabei sind sie doch gerade mit reelen Menschen zusammen. Viele glauben, sie müssen sich dem Diktat der „ständigen Erreichbarkeit“ beugen. Ist das wirklich so?

  • Was würde passieren, wenn man sich jeden Tag mindestens eine Stunde dem ganzen entzieht?
  • Was würde passieren, wenn man der Aktion der Fußballfans „12:12 min Schweigen“ folgen würde und es auf die eigene Kommunikation ausweiten würde?
  • Was würde passieren, wenn wir jeden Tag etwas mehr uns unserer Umwelt und uns wieder bewusst zuwenden?

Wann hast Du das letzte Mal einen Moment bewusst erlebt? Wann hast Du das letzte Mal bewusst darauf geachtet, achtsam und wertschätzend mit Dir und Deiner Umwelt umzugehen?

Über die Kraft der Imagination

Es ist unbeschreiblich, welche Kraft unsere Imagination hat. Auch wenn es uns nicht bewusst ist, so setzen wir sie alle jeden Tag mit einer unglaublichen Vehemenz ein. Meist jedoch in die Richtung des Selbstboykotts. Gemeint ist, dass viele sich Dinge und Ziele nicht vorstellen können und lieber auf die Manifestierung des Scheiterns konzentrieren. Dadurch wird die Energie genau in diese Richtung gelenkt.

Jetzt stellt Euch mal vor, was passieren würde, wenn jeder diese Energie in die andere Richtung lenken würde. In eine optimistische Richtung. Wie viel an Power plötzlich in der Welt wäre. Stattdessen konzentrieren sich die meisten Menschen auf die Probleme, die Blockaden und bezeichnen die anders denkenden als Träumer. Dabei haben auch sie die Kraft. Nur wird diese in die negative Richtung geschickt.

Jeder von uns hat Träume und Wünsche, Vorstellungen und Ziele. Stellt es Euch doch mal vor, diese zu erreichen. Den Moment des Zieleinlaufes zu spüren. Dieses Kribbeln im Körper und die Ausschüttung von Glückshormonen. Setzt Euch Anker an diese visualisierten Gefühle und erinnert Euch auf Eurem Weg daran. Ich bin mir sicher, dass Ihr so mögliche Hürden und/oder Blockaden meistern könnt.

Über die eigene Wahl

Wir haben die Wahl uns jeden Tag und in jedem Moment zu entscheiden. Wir können hinterfragen oder „hinterfühlen“. Wir können annehmen oder ändern. Wir können gestalten oder bewahren. Wir können ja sagen oder beim nein bleiben.

Jeder von uns hat immer die Möglichkeit seinen Weg zu gestalten. Wir sind nicht ohnmächtig oder gefangen in unseren Strukturen. Wenn man ganz ehrlich ist und sich gefangen fühlt, kann man es ändern. Es ist nicht immer leicht und geht nicht immer auf dem gerade bzw. einfachen Weg. Aber die Belohnung am Ende des Weges entschädigt für Alles.

Der Moment der ersten freien Entscheidung ist, wie ein erstes richtiges Durchatmen. Die Energie strömt durch den gesamten Körper und erfasst jede Zelle. Dadurch können wir uns von selbstauferlegten Zwängen und/oder Einschränkungen befreien.

Wir alle haben die Kraft und Macht unser Leben zu gestalten. Wir müssen uns nur dafür entscheiden und es wollen. 

Über die Veränderung in der Welt

Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Aber mir fällt mir auf, das wir alle von ständiger Veränderung umgeben sind und die Veränderung ein immer schnelleres Tempo aufnimmt. Persönlich mag ich Veränderungen, doch für viele Menschen bedeuten sie Stress und zuweilen auch Bedrohung. Egal, wie wir sie auch sehen oder mit ihnen umgehen, können wir sie nicht aufhalten. Daher ist es wichtig einen guten Umgang damit zu erlernen und seinen eigenen Weg zu finden. Aber was ist der eigene Weg?

Oft glauben wir, diesen zu gehen. Ist das wirklich so? Oder sind wir nicht vielmehr angetrieben von den Erwartungen der Familie, der Freunde, der Nachbarn oder der Gesellschaft. Wie viel entscheiden wir wirklich bewusst selber? Untersuchungen haben ergeben, dass wir nur einen Bruchteil unserer Entscheidungen bewusst und autark treffen. Meist sind wir beeinflusst oder unbewusst auf unserem Weg. Wir leben in einem Modus des Autopiloten. Verhaltens- Denk- und Entscheidungsweisen sind antrainiert und/oder konditioniert. Doch wenn wir aufwachen und den Mut haben, auch gegen Widerstände, in unser eigenes Bewusstsein zurückzukehren, werden wir viel verändern können. Es liegt an uns.

Über die Zukunft

„Zukunft = Etwas, das meistens schon da ist, bevor wir damit rechnen.“

So oder so ähnlich wird der Begriff der Zukunft immer häufiger definiert und beschrieben. Doch was soll das eigentlich bedeuten?

Für mich bedeutet es, dass das was wir morgen ( also in der Zukunft)  erleben, das Resultat unserer Handlungen und Gedanken aus der Vergangenheit und Gegenwart ist. Nur selten kann einen die Zukunft wirklich überraschen, denn alles was morgen sein wird, deutet sich heute schon an oder ist die logische Konsequenz aus dem, was heute ist.

Wenn man nun die Zukunft das Ergebnis von gestern und heute ist, heißt es, dass wir das morgen nicht nur erleben sondern auch gestalten können. Jeder auf seine Weise und im Rahmen von Motivation und Möglichkeiten. Oft höre ich, was kann ich den schon ändern? Ich bin doch nur ein „kleines Rad“.

Ich bin überzeugt davon, dass wir sehr viel ändern können. Manchmal brauchen wir dafür Hilfe, manchmal Geduld und Ausdauer. Aber verändern können wir alle, wenn wir nur den Mut haben, uns auch mal gegen innere- und äußere Widerstände zu wehren.

Über die Verantwortung in der Gesellschaft

Seit Wochen entbrennt in unserer Gesellschaft eine Diskussionen über Arm und Reich. Diese Diskussionen wird zumeist sehr emotional geführt und es werden – wie bei einem Krieg – die sog. Argumente gleich einem Schlagabtausch dem vermeintlichen Gegner entgegen geschmettert. Was ich dabei beobachte ist, dass sich die Fronten verhärten und viele in ein, ich möchte es mal so nennen, Besitzstandstum übergehen. Anstatt gemeinsam in eine Richtung zu schauen und gemeinsam zu schauen, wie wir es schaffen können, erlebe ich eine Welt und Gesellschaft voller Einzelkämpfer.

Es wirkt fast so, als würden kleine Kinder am Sandkasten sitzen und sich streiten, wer wem das Förmchen geklaut hat. Doch führt das zu einer Lösung? Ich denke nein. Vielmehr ist es an der Zeit gemeinsam aktiv zu werden. Gemeinsam einen Weg zu finden.

Für mich ist es auch kein Streit zwischen Staat und Bürger. Der Staat ist nur die Form in der wir leben. Das eigentliche Diktat wird doch durch die Wirtschaft ausgeübt. Es wird uns suggeriert, dass wir immer das Neuste, Schnellste und Teuerste haben müssen. Die Preisentwicklung von Lebensmitteln, Strom und Sprit erschrecken mich.

Gehe ich heute durch die Straßen erlebe ich eine Welt die angetrieben ist von Besitz, Status und der eigenen Wirkung nach außen. Kann das noch lange so weiter gehen? Ich befürchte, dass dies ein Weg ist, der uns alle irgendwann spaltet und den Gedanken der menschlichen Gemeinschaft neu definieren lässt.

Also lasst uns gemeinsam nach einem Weg suchen und diesen auch begehen, der uns wieder in die Gemeinschaft führt. Denn schauen wir auf die Natur und die Tierwelt, gibt es nur wenige Einzelkämpfer, die nachhaltig überleben.

Über die eigene Motivation und den Mut

Wie lange haltet Ihr an Euren Wünschen und Träumen fest? Damit meine ich nicht unbedingt materielle Wünsche, sondern viel mehr „Lebensträume“ und „Erlebnisträume“? Ich bin mir sicher, dass jeder von Euch schon immer von einem Ort, einem Erlebnis oder einer bestimmten Ausrichtung des eigenen Lebens geträumt hat.

Meistens packen wir diese Wünsche und Träume in die untersteste Schublade unserer Seele. Dort stauben sie dann hin und kommen meist erst wieder zum Vorschein, wenn wir kaum noch die Möglichkeit haben, diese zu verwirklichen. Und dann? Dann schauen wir mit Wehmut und Trauer auf das nicht Gelebte zurück.

Doch was hindert uns daran, unsere Wünsche zu verwirklichen? Vermutlich kommen Euch direkt ähnliche Antworten in den Sinn:

  • Ich habe keine Zeit
  • Ich habe Verpflichtungen
  • Ich kann mir das nicht leisten
  • Ich kann das nicht
  • Was denken die Anderen

Fällt Euch irgendetwas bei diesen Antworten auf? Sie alle sind von außen gesteuert. Wir nehmen in Kauf unsere eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen, um zum Teil Erwartungen  zu erfüllen oder um uns nicht aus der Komfortzone zu bewegen. Auch ich kenne das. Aber was hindert uns daran uns in kleinen Schritten auf die Verwirklichung unseres Traumes zu bewegen? Schließlich ist es unser Leben. Das heißt wir alleine tragen die Verantwortung dafür.

Vor ein paar Tagen erhielt ich eine Nachricht einer ehemaligen Klientin, mit der ich vor ungefähr 3 Jahren gearbeitet habe. Sie hatte damals einen Traum eine Zeit im Ausland zu leben. Alle haben sie belächelt und gesagt, „Vergiss es. Du bekommst aktuell Arbeitslosengeld II. Das wirst Du nie schaffen.“
Ich habe sie bestärkt und gesagt, wenn sie es wirklich wollen, werden sie es auch schaffe.  Sie hat daran festgehalten und fliegt nun Anfang Oktober nach Neuseeland und wird dort Work&Travel machen.

Über die eigene Verantwortung

In letzter Zeit begegne ich oft Menschen, die vor einer weitreichenden Entscheidung stehen. Doch statt sich mit den eigenen Möglichkeiten zu beschäftigen und den Chancen, dienlich daraus ergeben können, verspüren sie oft Zorn und Wut über die subjektiv empfundene Ohnmacht, in der sie sich selber vermuten.

Früher hätte ich eine solche Wut vielleicht persönlich genommen, sofern sie mich getroffen hätte. Doch heute verstehe ich, wodurch diese Wut entsteht. Sie entsteht aus dem subjektiven Gefühl des Betroffenen eine Entscheidung treffen zu müssen, die den Einzelnen aus der gewohnten Bahn oder dem gewohnten Umfeld heraus katapultiert.

Da wir gerne Gewohnheit mit Sicherheit gleichsetzen, stellt eine solche Veränderung für viele Menschen eine Bedrohung dar, gegen die man sich wehren oder gar verteidigen muss. Doch ist eine Veränderung auch zwangsläufig eine Verschlechterung?

Ich denke Nein. Eine Veränderung gibt dem Leben eine neue Perspektive und führt meist zu einem positiven Resultat. Zumindest dann, wenn man sich dem Gefühl der Verzweiflung nicht ergibt. Im Nachhinein erkennt man, wozu eine Veränderung im Einzelfall gut war. Doch statt darauf zu vertrauen, dass es einen Sinn macht, wehren sich viele und verleugnen somit die eigene Stärke und Verantwortung.