Über plötzliche Veränderungen

Plötzliche Veränderungen erscheinen uns zu Beginn meist als „ungewollt“ oder „unerwünscht“. Wir fangen an uns innerlich dagegen zu wehren und versperren uns dadurch auch gegen die neuen Möglichkeiten und Sichtweisen.

Wenn wir es jedoch – mit Abstand – betrachten, hat jede Veränderung ihren Sinn und ihre Berechtigung. Nehmen wir sie an, wandelt sie sich oft nach kurzer Zeit in eine motivierende Energie um. Sperren wir uns weiter dagegen, bleiben uns die Optionen die sich daraus ergeben können, verborgen.

Wie gehst Du mit Veränderungen um?

Über das Tempo der Welt

Geht es Euch auch so, dass Ihr glaubt die Welt dreht sich immer schneller? Das die Taktung der Informatinen und Wahrnehmung stetig steigt?
Zumindest mir geht es so. Und ich frage mich, wie schnell es werden soll, bevor wir Menschen eingreifen.
Wenn man heute durch die Straßgeht, sieht man Menschen hetzen und rennen. Während sie mit ihrem Partner, ihrer Familie unterwegs sind, telefonieren sie oder sind auf einem anderen Kommunikationsportal mit anderen Menschen verbunden. Dabei sind sie doch gerade mit reelen Menschen zusammen. Viele glauben, sie müssen sich dem Diktat der „ständigen Erreichbarkeit“ beugen. Ist das wirklich so?

  • Was würde passieren, wenn man sich jeden Tag mindestens eine Stunde dem ganzen entzieht?
  • Was würde passieren, wenn man der Aktion der Fußballfans „12:12 min Schweigen“ folgen würde und es auf die eigene Kommunikation ausweiten würde?
  • Was würde passieren, wenn wir jeden Tag etwas mehr uns unserer Umwelt und uns wieder bewusst zuwenden?

Wann hast Du das letzte Mal einen Moment bewusst erlebt? Wann hast Du das letzte Mal bewusst darauf geachtet, achtsam und wertschätzend mit Dir und Deiner Umwelt umzugehen?

Über die Kraft der Imagination

Es ist unbeschreiblich, welche Kraft unsere Imagination hat. Auch wenn es uns nicht bewusst ist, so setzen wir sie alle jeden Tag mit einer unglaublichen Vehemenz ein. Meist jedoch in die Richtung des Selbstboykotts. Gemeint ist, dass viele sich Dinge und Ziele nicht vorstellen können und lieber auf die Manifestierung des Scheiterns konzentrieren. Dadurch wird die Energie genau in diese Richtung gelenkt.

Jetzt stellt Euch mal vor, was passieren würde, wenn jeder diese Energie in die andere Richtung lenken würde. In eine optimistische Richtung. Wie viel an Power plötzlich in der Welt wäre. Stattdessen konzentrieren sich die meisten Menschen auf die Probleme, die Blockaden und bezeichnen die anders denkenden als Träumer. Dabei haben auch sie die Kraft. Nur wird diese in die negative Richtung geschickt.

Jeder von uns hat Träume und Wünsche, Vorstellungen und Ziele. Stellt es Euch doch mal vor, diese zu erreichen. Den Moment des Zieleinlaufes zu spüren. Dieses Kribbeln im Körper und die Ausschüttung von Glückshormonen. Setzt Euch Anker an diese visualisierten Gefühle und erinnert Euch auf Eurem Weg daran. Ich bin mir sicher, dass Ihr so mögliche Hürden und/oder Blockaden meistern könnt.

Über den Respekt

Seit ein paar Tagen denke ich intensiv über Respekt und wertschätzenden Umgang nach. Und ich stelle fest, dass sich unsere Welt auch in diesem Bereich verändert hat. Vielleicht irre ich mich auch und es ist ein subjektives Empfinden. Vielleicht geht es Euch aber auch so.

Immer häufiger habe ich das Gefühl, dass die Menschen sich nicht mehr für andere interessieren. Oder zumindest nur dann, wenn es gerade in ihre Planung passt. Es wird gejammert über das eigene Leben, die eigene Misere. Es werden Menschen aufgesucht, die erklären sollen, warum man mit der einen oder anderen Situation nicht klar kommt. Es werden Nächten damit verbracht, Verhalten zu kommentieren und zu interpretieren.
Und dann dreht man sich um und behandelt seine Mitmenschen in genau derart, wie man es zuvor noch bedauert hat.

Dabei kann es doch so einfach sein. Jeder sollte schauen, wie er gerne behandelt werden möchte. Dies sollte immer der Maßstab sein mit anderen umzugehen. Versucht es doch mal und schaut, was geschieht.

Über die eigene Wahl

Wir haben die Wahl uns jeden Tag und in jedem Moment zu entscheiden. Wir können hinterfragen oder „hinterfühlen“. Wir können annehmen oder ändern. Wir können gestalten oder bewahren. Wir können ja sagen oder beim nein bleiben.

Jeder von uns hat immer die Möglichkeit seinen Weg zu gestalten. Wir sind nicht ohnmächtig oder gefangen in unseren Strukturen. Wenn man ganz ehrlich ist und sich gefangen fühlt, kann man es ändern. Es ist nicht immer leicht und geht nicht immer auf dem gerade bzw. einfachen Weg. Aber die Belohnung am Ende des Weges entschädigt für Alles.

Der Moment der ersten freien Entscheidung ist, wie ein erstes richtiges Durchatmen. Die Energie strömt durch den gesamten Körper und erfasst jede Zelle. Dadurch können wir uns von selbstauferlegten Zwängen und/oder Einschränkungen befreien.

Wir alle haben die Kraft und Macht unser Leben zu gestalten. Wir müssen uns nur dafür entscheiden und es wollen. 

Über die Veränderung in der Welt

Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Aber mir fällt mir auf, das wir alle von ständiger Veränderung umgeben sind und die Veränderung ein immer schnelleres Tempo aufnimmt. Persönlich mag ich Veränderungen, doch für viele Menschen bedeuten sie Stress und zuweilen auch Bedrohung. Egal, wie wir sie auch sehen oder mit ihnen umgehen, können wir sie nicht aufhalten. Daher ist es wichtig einen guten Umgang damit zu erlernen und seinen eigenen Weg zu finden. Aber was ist der eigene Weg?

Oft glauben wir, diesen zu gehen. Ist das wirklich so? Oder sind wir nicht vielmehr angetrieben von den Erwartungen der Familie, der Freunde, der Nachbarn oder der Gesellschaft. Wie viel entscheiden wir wirklich bewusst selber? Untersuchungen haben ergeben, dass wir nur einen Bruchteil unserer Entscheidungen bewusst und autark treffen. Meist sind wir beeinflusst oder unbewusst auf unserem Weg. Wir leben in einem Modus des Autopiloten. Verhaltens- Denk- und Entscheidungsweisen sind antrainiert und/oder konditioniert. Doch wenn wir aufwachen und den Mut haben, auch gegen Widerstände, in unser eigenes Bewusstsein zurückzukehren, werden wir viel verändern können. Es liegt an uns.

Über die eigene Vorstellung und die Resonanz der Umwelt

Mahatma Gandhi hat mal Folgendes gesagt:

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Ich finde in diesem Satz steckt unglaublich viel Wahrheit und Kraft.

Wer hat es noch nicht erlebt, dass er für seine Idee belacht wurde. Teilweise sogar als Spinner oder Narr bezeichnet wurde. Leider neigen viele Menschen sehr schnell dazu, Dinge, die sie nicht kennen, die sie sich nicht vorstellen können oder deren Realisierung ihnen Angst macht zunächst zu belachen und dann zu bekämpfen.

Wer jetzt denkt, ich spreche von großen Visionen, liegt leider nicht richtig. Vielmehr denke ich auch an die kleinen Visionen oder Lebensvorstellungen. Zum Beispiel wenn ein Mensch sich beruflich oder privat verändern möchte. Wie schnell kriegt er dann zu hören, das klappt doch eh nicht oder das ist sinnlos?

Ich finde es sehr schade, dass so die Energien des „Vorstellenden“ im Keim erstickt wird und viele aus Furcht vor Ausgrenzung oder dem Verlust des Ansehens zurück in ihr altes Muster fallen. Dabei ist es doch so dass die Grenzen, die uns begegnen meist die Grenzen sind, die wir uns in unserer Vorstellung setzen. Unterstützt durch die Beurteilung der Anderen kehren viele dann um.

Doch was wäre, wenn wir den „scheinbaren“ Grenzen mit Kreativität begegnen und einfach einen anderen Weg oder eine andere Methode wählen?

Über die Verantwortung in der Gesellschaft

Seit Wochen entbrennt in unserer Gesellschaft eine Diskussionen über Arm und Reich. Diese Diskussionen wird zumeist sehr emotional geführt und es werden – wie bei einem Krieg – die sog. Argumente gleich einem Schlagabtausch dem vermeintlichen Gegner entgegen geschmettert. Was ich dabei beobachte ist, dass sich die Fronten verhärten und viele in ein, ich möchte es mal so nennen, Besitzstandstum übergehen. Anstatt gemeinsam in eine Richtung zu schauen und gemeinsam zu schauen, wie wir es schaffen können, erlebe ich eine Welt und Gesellschaft voller Einzelkämpfer.

Es wirkt fast so, als würden kleine Kinder am Sandkasten sitzen und sich streiten, wer wem das Förmchen geklaut hat. Doch führt das zu einer Lösung? Ich denke nein. Vielmehr ist es an der Zeit gemeinsam aktiv zu werden. Gemeinsam einen Weg zu finden.

Für mich ist es auch kein Streit zwischen Staat und Bürger. Der Staat ist nur die Form in der wir leben. Das eigentliche Diktat wird doch durch die Wirtschaft ausgeübt. Es wird uns suggeriert, dass wir immer das Neuste, Schnellste und Teuerste haben müssen. Die Preisentwicklung von Lebensmitteln, Strom und Sprit erschrecken mich.

Gehe ich heute durch die Straßen erlebe ich eine Welt die angetrieben ist von Besitz, Status und der eigenen Wirkung nach außen. Kann das noch lange so weiter gehen? Ich befürchte, dass dies ein Weg ist, der uns alle irgendwann spaltet und den Gedanken der menschlichen Gemeinschaft neu definieren lässt.

Also lasst uns gemeinsam nach einem Weg suchen und diesen auch begehen, der uns wieder in die Gemeinschaft führt. Denn schauen wir auf die Natur und die Tierwelt, gibt es nur wenige Einzelkämpfer, die nachhaltig überleben.

Über die eigene Motivation und den Mut

Wie lange haltet Ihr an Euren Wünschen und Träumen fest? Damit meine ich nicht unbedingt materielle Wünsche, sondern viel mehr „Lebensträume“ und „Erlebnisträume“? Ich bin mir sicher, dass jeder von Euch schon immer von einem Ort, einem Erlebnis oder einer bestimmten Ausrichtung des eigenen Lebens geträumt hat.

Meistens packen wir diese Wünsche und Träume in die untersteste Schublade unserer Seele. Dort stauben sie dann hin und kommen meist erst wieder zum Vorschein, wenn wir kaum noch die Möglichkeit haben, diese zu verwirklichen. Und dann? Dann schauen wir mit Wehmut und Trauer auf das nicht Gelebte zurück.

Doch was hindert uns daran, unsere Wünsche zu verwirklichen? Vermutlich kommen Euch direkt ähnliche Antworten in den Sinn:

  • Ich habe keine Zeit
  • Ich habe Verpflichtungen
  • Ich kann mir das nicht leisten
  • Ich kann das nicht
  • Was denken die Anderen

Fällt Euch irgendetwas bei diesen Antworten auf? Sie alle sind von außen gesteuert. Wir nehmen in Kauf unsere eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen, um zum Teil Erwartungen  zu erfüllen oder um uns nicht aus der Komfortzone zu bewegen. Auch ich kenne das. Aber was hindert uns daran uns in kleinen Schritten auf die Verwirklichung unseres Traumes zu bewegen? Schließlich ist es unser Leben. Das heißt wir alleine tragen die Verantwortung dafür.

Vor ein paar Tagen erhielt ich eine Nachricht einer ehemaligen Klientin, mit der ich vor ungefähr 3 Jahren gearbeitet habe. Sie hatte damals einen Traum eine Zeit im Ausland zu leben. Alle haben sie belächelt und gesagt, „Vergiss es. Du bekommst aktuell Arbeitslosengeld II. Das wirst Du nie schaffen.“
Ich habe sie bestärkt und gesagt, wenn sie es wirklich wollen, werden sie es auch schaffe.  Sie hat daran festgehalten und fliegt nun Anfang Oktober nach Neuseeland und wird dort Work&Travel machen.