Bei sich selbst beginnen…

In unseren Coachings hören wir häufig von unseren Klienten, dass das Beschäftigen mit sich selbst oft ein Unwohlgefühl bei dem ein oder anderen auslöst. Dabei ist es wichtig für den eigenen Weg sich selber zu kennen mit all seinen Facetten.

Martin Buber sagte hierzu einmal, „Bei sich selbst beginnen, aber nicht aufhören bei sich selbst. Sich selbst zum Ausgangspunkt machen, aber nicht zum Ziel. Sich kennen, aber nicht übermäßig mit sich selbst beschäftigen.“

Wie so oft kommt es auch bei diesem Thema auf das richtige Maß an. Doch was ist das richtige Maß? Viele von uns haben den Umgang mit sich selbst nie wirklich gelernt. Entweder war die Erziehung geprägt von strengen Regeln und Glaubenssätzen. Oder von einem absoluten Freigeist. Egal welchen Ansatz wir uns anschauen, haben sie doch alle gemeinsam, dass Glaubenssätze in unserer Gesellschaft schon immer eine große Rolle gespielt haben. Hierzu gehört auch der Satz „Eigenlob stinkt.“ Selbst wenn ein übermäßiges Eigenlob nicht förderlich ist, so wurde doch im Laufe der gesellschaftlichen Entwicklung vielfach daraus abgeleitet, dass man nicht über sich selber zu sprechen hat.  Nur dies hat zur Folge, dass vielen Menschen es schwer fällt auf sich zu schauen und über sich zu sprechen.

In unseren Gesprächen erleben wir bei unseren Klienten eine positive soziale Auswirkung, wenn sie bei sich selber anfangen. Sie fangen an sich selber zu lieben und erfahren so oftmals eine innere Heilung. Dies wirkt sich dann direkt auf den Umgang mit ihren Mitmenschen aus. Denn wer sich selber wieder liebt und schätzt, kann sich offen und engagiert in die Gesellschaft geben. Da der Gedanke vom Vergleich oder der Beurteilung durch andere nicht mehr relevant ist.

„Wenn wir Tausende von Dingen in ihrer Einheit sehen, kehren wir zu den Ursprüngen zurück und leben dort, wo wir immer gelebt haben.“ [Sengstan, Zen-Meister]

Dein Weg

Dein Weg„Mache es oder lasse es bleiben. Ein Versuch macht nur dann Sinn, wenn Du es wirklich willst.“

Sehr oft begegnen mir in meinen Gesprächen Menschen, die den einen oder anderen Traum haben. Mir aber im gleichen Atemzug berichten, warum sie diesen nicht verwirklichen können. Dadurch wird immer immer wieder bewusst, wie stark wir doch in unserer Erziehung und in unserer Gesellschaft auf den Mangel programmiert sind.

  • Warum es nicht einfach versuchen, wenn Du es wirklich willst?
  • Worauf willst Du noch warten?

Stattdessen leben viele Menschen das Leben der Anderen und verstecken sich fast zu hinter selbstauferlegten Zwängen. Wenn ich etwas wirklich will, kann ich die Rahmenbedingungen schaffen, diesen Weg zu gehen.

Irgendwann kommen viele an den Punkt in ihrem Leben, wo sie voller Trauer und vielleicht auch Wut auf ihr Leben zurück blicken. Dann beschäftigt sie meist die Frage, was wäre gewesen wenn? Hast auch Du einen solchen Traum und Dir fehlt noch der wahre Mut oder der keine Kick zum Start?

If you can dream it…

„If you can dream it,
you can do it.
(Wenn du es dir vorstellen kannst, kannst du es auch machen.)“

Walt Disney

Haben auch Sie eine Idee oder einen Traum und trauen sich nicht? Oder hören nur immer, das geht nicht oder das klappt nicht. Dafür bist Du zu alt, etc.? Dann lassen Sie doch mal folgende prominete Beispiele einfach nur wirken:

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Über alte Schuhe

Ich finde es faszinierend. Wie zu jedem Jahreswechsel hört man viele Menschen, die sich freuen, dass das letzte Jahr endlich vorüber ist und sie sich ganz sicher sind, dass das neue Jahr ein ganz besonderes wird. Dann drehen sie sich um und laufen in ihren alten Schuhen, den Weg, den sie schon seit Jahren gehen.

Wie kann sich etwas ändern, wenn wir selbst nicht anfangen etwas zu ändern? Wie können wir erwarten, dass sich von außen alles zum sog. „Besseren“ ändert, wenn wir in unseren Herzen noch immer die alten Schmerzen und Leiden halten und in unseren Köpfen die alten Strukturen unseren Weg bestimmt?

Wir leben Tag aus Tag ein unsere Gewohnheiten und wollen doch insgeheim, dass wir frei sind. Wir wollen unserem Herzen folgen und trauen uns meist nicht. Oft höre ich, dass ist doch alles nur Phantasie. Das geht doch gar nicht. Schließlich habe ich Verpflichtungen ….

Ja, das stimmt. Viele haben Verpflichtungen. Doch diese Verpflichtungen wurden von uns selber geschaffen und rechtfertigen ein Festhalten an Strukturen, Glaubenssätze und Verhaltensweisen, die uns nicht gut tun und zum Teil sogar krank machen. Ich glaube diese sog. Verpflichtungen vermitteln vielen ein Gefühl von Sicherheit und Entschuldigung. Dabei verstehen viele nicht, dass sie nur sich selber in die Augen schauen müssen. Jeder ist sein eigener Richter. Egal, wie wir uns entscheiden. Wir müssen mit den Konsequenzen leben.

Viel zu oft verstecken wir uns hinter der anstehenden Entscheidung und glauben so erwachsen und rational damit umzugehen. Dabei ist jede nicht getroffene oder herausgezögerte Entscheidung und die Handlungsweise eines Kindes, welches auf den Rat der Mutter oder des Vaters wartet. Wie befreiend ist es dann, wenn wir die erste Entscheidung wirklich bewusst treffen. Egal welche Entscheidung es ist. Aber es befreit und beflügelt.

Über die Kraft der Imagination

Es ist unbeschreiblich, welche Kraft unsere Imagination hat. Auch wenn es uns nicht bewusst ist, so setzen wir sie alle jeden Tag mit einer unglaublichen Vehemenz ein. Meist jedoch in die Richtung des Selbstboykotts. Gemeint ist, dass viele sich Dinge und Ziele nicht vorstellen können und lieber auf die Manifestierung des Scheiterns konzentrieren. Dadurch wird die Energie genau in diese Richtung gelenkt.

Jetzt stellt Euch mal vor, was passieren würde, wenn jeder diese Energie in die andere Richtung lenken würde. In eine optimistische Richtung. Wie viel an Power plötzlich in der Welt wäre. Stattdessen konzentrieren sich die meisten Menschen auf die Probleme, die Blockaden und bezeichnen die anders denkenden als Träumer. Dabei haben auch sie die Kraft. Nur wird diese in die negative Richtung geschickt.

Jeder von uns hat Träume und Wünsche, Vorstellungen und Ziele. Stellt es Euch doch mal vor, diese zu erreichen. Den Moment des Zieleinlaufes zu spüren. Dieses Kribbeln im Körper und die Ausschüttung von Glückshormonen. Setzt Euch Anker an diese visualisierten Gefühle und erinnert Euch auf Eurem Weg daran. Ich bin mir sicher, dass Ihr so mögliche Hürden und/oder Blockaden meistern könnt.

Über den Respekt

Seit ein paar Tagen denke ich intensiv über Respekt und wertschätzenden Umgang nach. Und ich stelle fest, dass sich unsere Welt auch in diesem Bereich verändert hat. Vielleicht irre ich mich auch und es ist ein subjektives Empfinden. Vielleicht geht es Euch aber auch so.

Immer häufiger habe ich das Gefühl, dass die Menschen sich nicht mehr für andere interessieren. Oder zumindest nur dann, wenn es gerade in ihre Planung passt. Es wird gejammert über das eigene Leben, die eigene Misere. Es werden Menschen aufgesucht, die erklären sollen, warum man mit der einen oder anderen Situation nicht klar kommt. Es werden Nächten damit verbracht, Verhalten zu kommentieren und zu interpretieren.
Und dann dreht man sich um und behandelt seine Mitmenschen in genau derart, wie man es zuvor noch bedauert hat.

Dabei kann es doch so einfach sein. Jeder sollte schauen, wie er gerne behandelt werden möchte. Dies sollte immer der Maßstab sein mit anderen umzugehen. Versucht es doch mal und schaut, was geschieht.

Über die Zukunft

„Zukunft = Etwas, das meistens schon da ist, bevor wir damit rechnen.“

So oder so ähnlich wird der Begriff der Zukunft immer häufiger definiert und beschrieben. Doch was soll das eigentlich bedeuten?

Für mich bedeutet es, dass das was wir morgen ( also in der Zukunft)  erleben, das Resultat unserer Handlungen und Gedanken aus der Vergangenheit und Gegenwart ist. Nur selten kann einen die Zukunft wirklich überraschen, denn alles was morgen sein wird, deutet sich heute schon an oder ist die logische Konsequenz aus dem, was heute ist.

Wenn man nun die Zukunft das Ergebnis von gestern und heute ist, heißt es, dass wir das morgen nicht nur erleben sondern auch gestalten können. Jeder auf seine Weise und im Rahmen von Motivation und Möglichkeiten. Oft höre ich, was kann ich den schon ändern? Ich bin doch nur ein „kleines Rad“.

Ich bin überzeugt davon, dass wir sehr viel ändern können. Manchmal brauchen wir dafür Hilfe, manchmal Geduld und Ausdauer. Aber verändern können wir alle, wenn wir nur den Mut haben, uns auch mal gegen innere- und äußere Widerstände zu wehren.

Über die eigene Vorstellung und die Resonanz der Umwelt

Mahatma Gandhi hat mal Folgendes gesagt:

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Ich finde in diesem Satz steckt unglaublich viel Wahrheit und Kraft.

Wer hat es noch nicht erlebt, dass er für seine Idee belacht wurde. Teilweise sogar als Spinner oder Narr bezeichnet wurde. Leider neigen viele Menschen sehr schnell dazu, Dinge, die sie nicht kennen, die sie sich nicht vorstellen können oder deren Realisierung ihnen Angst macht zunächst zu belachen und dann zu bekämpfen.

Wer jetzt denkt, ich spreche von großen Visionen, liegt leider nicht richtig. Vielmehr denke ich auch an die kleinen Visionen oder Lebensvorstellungen. Zum Beispiel wenn ein Mensch sich beruflich oder privat verändern möchte. Wie schnell kriegt er dann zu hören, das klappt doch eh nicht oder das ist sinnlos?

Ich finde es sehr schade, dass so die Energien des „Vorstellenden“ im Keim erstickt wird und viele aus Furcht vor Ausgrenzung oder dem Verlust des Ansehens zurück in ihr altes Muster fallen. Dabei ist es doch so dass die Grenzen, die uns begegnen meist die Grenzen sind, die wir uns in unserer Vorstellung setzen. Unterstützt durch die Beurteilung der Anderen kehren viele dann um.

Doch was wäre, wenn wir den „scheinbaren“ Grenzen mit Kreativität begegnen und einfach einen anderen Weg oder eine andere Methode wählen?

Über die Verantwortung in der Gesellschaft

Seit Wochen entbrennt in unserer Gesellschaft eine Diskussionen über Arm und Reich. Diese Diskussionen wird zumeist sehr emotional geführt und es werden – wie bei einem Krieg – die sog. Argumente gleich einem Schlagabtausch dem vermeintlichen Gegner entgegen geschmettert. Was ich dabei beobachte ist, dass sich die Fronten verhärten und viele in ein, ich möchte es mal so nennen, Besitzstandstum übergehen. Anstatt gemeinsam in eine Richtung zu schauen und gemeinsam zu schauen, wie wir es schaffen können, erlebe ich eine Welt und Gesellschaft voller Einzelkämpfer.

Es wirkt fast so, als würden kleine Kinder am Sandkasten sitzen und sich streiten, wer wem das Förmchen geklaut hat. Doch führt das zu einer Lösung? Ich denke nein. Vielmehr ist es an der Zeit gemeinsam aktiv zu werden. Gemeinsam einen Weg zu finden.

Für mich ist es auch kein Streit zwischen Staat und Bürger. Der Staat ist nur die Form in der wir leben. Das eigentliche Diktat wird doch durch die Wirtschaft ausgeübt. Es wird uns suggeriert, dass wir immer das Neuste, Schnellste und Teuerste haben müssen. Die Preisentwicklung von Lebensmitteln, Strom und Sprit erschrecken mich.

Gehe ich heute durch die Straßen erlebe ich eine Welt die angetrieben ist von Besitz, Status und der eigenen Wirkung nach außen. Kann das noch lange so weiter gehen? Ich befürchte, dass dies ein Weg ist, der uns alle irgendwann spaltet und den Gedanken der menschlichen Gemeinschaft neu definieren lässt.

Also lasst uns gemeinsam nach einem Weg suchen und diesen auch begehen, der uns wieder in die Gemeinschaft führt. Denn schauen wir auf die Natur und die Tierwelt, gibt es nur wenige Einzelkämpfer, die nachhaltig überleben.

Über die eigene Verantwortung

In letzter Zeit begegne ich oft Menschen, die vor einer weitreichenden Entscheidung stehen. Doch statt sich mit den eigenen Möglichkeiten zu beschäftigen und den Chancen, dienlich daraus ergeben können, verspüren sie oft Zorn und Wut über die subjektiv empfundene Ohnmacht, in der sie sich selber vermuten.

Früher hätte ich eine solche Wut vielleicht persönlich genommen, sofern sie mich getroffen hätte. Doch heute verstehe ich, wodurch diese Wut entsteht. Sie entsteht aus dem subjektiven Gefühl des Betroffenen eine Entscheidung treffen zu müssen, die den Einzelnen aus der gewohnten Bahn oder dem gewohnten Umfeld heraus katapultiert.

Da wir gerne Gewohnheit mit Sicherheit gleichsetzen, stellt eine solche Veränderung für viele Menschen eine Bedrohung dar, gegen die man sich wehren oder gar verteidigen muss. Doch ist eine Veränderung auch zwangsläufig eine Verschlechterung?

Ich denke Nein. Eine Veränderung gibt dem Leben eine neue Perspektive und führt meist zu einem positiven Resultat. Zumindest dann, wenn man sich dem Gefühl der Verzweiflung nicht ergibt. Im Nachhinein erkennt man, wozu eine Veränderung im Einzelfall gut war. Doch statt darauf zu vertrauen, dass es einen Sinn macht, wehren sich viele und verleugnen somit die eigene Stärke und Verantwortung.